Von Haien und Fischen

Auf arte gab es Anfang es Jahres die empfehlenswerte Doku „Von Haien und Fischen„.Ich würde jetzt gern für alle, die ohnehin GEZ-Gebühren zahlen und damit die Sendung finanziert haben, auf Downloadmöglichkeiten oder Streams verlinken, aber das geht ja nach aktueller Rechtssprechung leider nicht. Aber wer will, findet die Sendung problemlos auf den einschlägigen Seiten. Zurück zum Inhalt.

Es geht natürlich um Poker. Onlinepoker, Turnierpoker, Poker in Hinterzimmern, Privat-Pokerspiele, aber dann doch wieder Onlinepoker. Das sind die Jungs, die richtig Geld verdienen, sechsstellige Beträge im Jahr. Jeder von uns kennt jemand, der jemand kennt, der professionell Poker spielt, und damit richtig Geld verdient (und gleichzeitig keine Lust mehr auf den Grind hat).

Für und alle nichts neues: wer hinreichend Zeit in Poker investiert, kann damit Geld verdienen – vorausgesetzt, man sucht sich die richtigen Gegner.

Auffällig ist, daß im Film die wahren Gewinner (also die, die online richtig Geld machen), unangenehm dargestellt werden. Die haben ungepflegte Haare, oder eine Baseballcap lächerlich rückwärts auf, die können statt kochen grade mal ein Fertiggericht in die Pfanne hauen, und sie haben komische Gesichtsticks, die in Großaufnahme gezeigt werden. Sie verlieren 2000$ an Fische. Im Gegensatz dazu sind die Turnierspieler echte Stars, sympatisch, blond, lächelnd, vielleicht sogar weiblich.

Dabei regieren die Nerds doch schon seit Jahren. Nicht nur im Poker. Die, die nicht nach Gefühl gehen, sondern quantifizieren, technisieren, automatisieren. Das sind die Stars, und das sollte doch inzwischen auch bei arte angekommen sein.

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